Raclette à deux!

Das neueste Produkt der Stiftung Dammweg mit dem Namen fromage vagabond wird wohl bei manch einem Stirnrunzeln hervorrufen. Doch beginnen wir mit der Entstehungsgeschichte. Die Stiftung Dammweg führt regelmässig Produktgruppensitzungen durch, in dem Ideen auf Machbarkeit und Innovativität überprüft wird. Eine Idee war ein mobiles Raclette-Öfeli herzustellen, dass auf Wanderungen oder beim Campen einfach mitgenommen werden kann, darum dann der Name. Durch den Einsatz nachhaltiger Materialien wird der Trend von fairen, nachhaltigen und in der Schweiz gefertigten Produkten bei diesem Raclette-Ofen miteinbezogen.

Gesagt, getan! Ein erster Prototyp enstand, danach folgten mehrere Runden der Optimierung und Weiterentwicklung bis das Öfeli endlich in Produktion gehen konnte.

Neben einem innovativen Podukt müssen auch verschiedene Arbeitsschritte für die Menschen mit Behinderung möglich sein, da dies der Hauptzweck für uns als Stiftung ist.

„Um ein fromage vagabond herzustellen sind bis zu sechs Menschen mit Behinderung im Einsatz.“

Zuerst wird die Lasermaschine bestückt und der Laserschnitt anschliessend herausgebrochen, dann geht es weiter zur Schleifstation. Dort werden die Schmauchspuren der Lasermaschine abgeschliffen. Anschliessend wird das gesamte Öfeli verleimt, dies mit Hilfe einer Lehre, damit es in Form bleibt. Zu guter Letzt wird noch alles geölt, um einen schönen und vor allem wasserabweisenden Effekt zu erzielen. Nach dem Trocknen muss noch der Inhalt konfektioniert werden, das heisst, die Rechaud-Kerzen, die Pfännli und Schaber, Zündhölzer und Servietten kommen in das Raclette-Öfeli hinein und fertig!

Das Raclette-Öfeli ist seit November 2019 offiziell erhältlich. Bisher wurden schon 150 Stück des fromage vagabond produziert. Das Team fromage vagabond ist sehr zufrieden…

Raclette Öfeli


Fit für die Küche

Paulin Soppi ist seit 2 Jahren in der Stiftung im Bereich Küche und Catering tätig. «Es fühlt sich toll an, wenn wir Produkte herstellen wie beispielsweise den Limoncello und nach einem Anlass hier im Dammweg ist vieles ausverkauft. Das gibt einem ein gutes Gefühl», sagt der 23-jährige. Am liebsten macht er gebrannte Mandeln, nicht nur, weil er sie selbst gerne isst, sondern weil sie sehr schwierig zu machen sind.

«Sie müssen knackig sein, aber trotzdem nicht verbrannt, keine Sekunde darf man die Dinger aus den Augen lassen», erklärt er.

Als vor einigen Monaten sein Chef ausfiel, musste Paulin Soppi mehr Verantwortung übernehmen und «das hat mir sehr gefallen», sagt der junge Mann. Seine Zweisprachigkeit ist ein echter Gewinn für das Küchenteam im Dammweg.

Privat ist Paulin Soppi ein begeisterter Sportler: Fitness, Fussball, aber vor allem Hip-Hop Tanzen. Mit seinen Freunden trifft er sich regelmässig, um so zu entspannen und Spass zu haben. Seine Freunde kommen zwischendurch auch, um in der Kantine der Stiftung Dammweg zu essen, so kann er zeigen was er kulinarisch so alles kann.


Ein Team und ihre R-Box

Eines der neusten Produkte aus der Stiftung Dammweg ist die Recycling-Box kurz R-Box. Kompakt, praktisch und auch optisch ansprechend, hat sich die R-Box innert weniger Wochen zum Verkaufsschlager entwickelt. Insgesamt zwei Wochen dauert es, um eine solche R-Box fixfertig bereit zu stellen. Vorher wird das Holz gelasert, geschliffen, gebeizt und lackiert.

Im R-Box-Team hat jeder seine Aufgabe und seine besondere Fertigkeit, die entsprechend eingesetzt wird. Alle zusammen fertigen ein tolles, natürliches Produkt an, dass sehr gut bei den Käufern ankommt.

Jeder hat seinen Platz und seine Aufgabe, so auch Jean-Pierre Staub, er ist der präzise Beizer im Team. Sidonie Fertigs Spezialgebiet ist das Lackieren der einzelnen Holzelemente der R-Box und das Viererteam Maxine Weber, Iris Geissler, Roland Hofmann und Oliver Rüst sind die Profis in Sachen Schleifen. Jedes einzelne Element wird geschliffen und geprüft bis es dann letztendlich verpackt und adressiert seinen neuen Besitzer erreicht.


Die Feuerteufel vom Dammweg

«Das schönste an meiner Arbeit ist, dass ich in Ruhe tun kann was ich gerne mache», so beschreibt Yan Burkhalter seine Aufgabe in der Stiftung Dammweg. Seine Domäne sind die Feuerteufel.

Er lacht, wenn er gefragt wird, wie viele von den kleinen Anzündern er denn so pro Tag fertigmache. «Pro Minute schätze ich zwei Stück. Es braucht Platz für den Docht und dann müssen die kleinen Hölzer wieder straff platziert werden, damit das Bündel zusammenhält. » Der 25-jährige liebt seine Arbeit sehr. Alles hat seinen Platz in seinem Freiluftatelier und er bestimmt sein Arbeitstempo selbst. Er ist gerne draussen und kann sich hier sehr gut konzentrieren. «Die Feuerteufel sind immer nützlich, im Sommer zum Bräteln im Winter für das Cheminée», meint Yan Burkhalter.

Natürlich ist er jetzt besonders stolz, dass «seine» Feuerteufel nun auf dem Webshop zu finden sind und von allen gekauft werden können.